Wenn schaurig schöne Puppen plötzlich aus dunklen Ecken hervor treten und eine merkwürdige Spieluhrmusik durch die Straßen tönt, weiß man, dass Jackie Moon das fröhliche Fort Fun Abenteuerland in das Fort Fear Horrorland verwandelt hat. Auch in diesem Jahr präsentierte Jackie außergewöhnliche Neuheiten, die schaurige Momente im Park und darüber hinaus bereiteten.
Das Fort Fear Horrorland öffnete seine Pforten für die Gäste am 22., 29., 30. und 31. Oktober 2011 ab 16 Uhr und begann mit dem Familien-Halloween für Groß und Klein. Die Jüngeren hatten ihren Gruselspaß im „Verrückten Grusel-Labyrinth“. Sie konnten einen für Halloween typischen Kürbis schnitzen, sich gruselig schminken lassen und auch ein leckeres Stockbrot backen.
Für die älteren war das Highlight im Fort Fear Horrorland ohne Zweifel der „Friedhof der Puppen“. Im vergangenen Jahr als „Mystery Movie Maze“ bekannt, zeigte sich die diesjährige Hauptattraktion in einem noch mysteriöseren Licht. Der Weg wurde im Vergleich zum Vorjahr verkürzt, um so die etwas ruhigeren Passagen zu reduzieren. Eine weitere Änderung erfolgte mit dem „Fun X-Press“, die mutigen Besucher wurden direkt zum Anfang des Pfades gebracht. Das Video, das während der Fahrt gezeigt wurde, ging auf die Geschehnisse im Wald ein und man wurde perfekt auf das kommende Erlebnis eingestimmt. Im Wald wartete ein unheimlicher, durch Nebel verhangener Pfad auf den Gast. Diese einmalige Atmosphäre erzeugte eine derartige Spannung, dass es keine Erschrecker mehr benötigte. Eine derart packende Stimmung findet man selten in einer Halloween Attraktion eines Freizeitparks.
Ein fester Bestandteil des Halloween-Events ist das „Killing Dolls Theater“. Dieses Jahr wurde das Maze umgestaltet und erhielt zwei zusätzliche Szenen. Es war düsterer und schauriger im Vergleich zum Vorjahr und wurde durch gezielt eingesetzte Effekte weiter aufgewertet. Der Besucher geht durch das von Jackie Moon eingenommene „Killing Dolls Theater“. Auf dem Spielplan stand dieses Jahr MacDeath, die gezeigten poetisch schönen Szenen in dem kurzen Theaterstück rundeten die Attraktion ab. Das Fort Fear Horrorland hat wieder einmal bewiesen, dass man auch ohne Splatter mittels düstere Atmosphäre und Schockmomente eine Gänsehaut erzeugen kann.
Mit „Ausgeliefert“ präsentierte der Park ein neues Maze. Am Bahnhof des „Santa Fee Express“ befanden sich zwei Container, die Requisiten für die kommenden Spielzeit des „Killing Dolls Theater“ beinhalteten. Es wurden maximal zwei Personen gleichzeitig eingelassen, größere Gruppen wären aufgrund der Enge in den Container nicht möglich gewesen und dies wäre wegen der Stimmung und der psychischen Belastung in der Attraktion auch nicht sinnvoll gewesen… Genial – aber mehr wird nicht verraten.
Die wahrlich ungewöhnlichste Neuheit ist das Buch „Jackie“ von Sascha Ehlert mit Illustrationen von José Antonio Martin Vilchez. Das Fort Fun Abenteuerland ist somit der erste Freizeitpark, der zeitgleich zum Halloween-Event ein passendes Buch veröffentlicht und hierin die Geschichte von Jackie Moon erzählt. Man erfährt einiges zu Jackie und den Hintergrund, warum sie so schauderhafte Machenschaften verübt. Man hat nun die Möglichkeit, sich das Gruseln mit nach Hause zu nehmen. Empfohlen ist das Buch übrigens erst ab 18 Jahren und ist ab sofort im Handel und im Fort Fun Abenteuerland erhältlich.
Während des Fort Fear Horrorlands wurde zweimal am Tag die „Jackie Moon Horror-Show“ im Saloon aufgeführt. In der 25 minütigen Show zeigte Jackie Moon, wie sie sich ein „perfektes Theater“ vorstellt. Erstmals traf man auch Jackies Gegenspieler, den Puppenbauer. Er präsentierte eine packende Feuerdarbietung. Inszeniert wurde die Show von dem 19 jährigen Freak-Show Gewinner aus dem Vorjahr.
Natürlich konnte man neben den speziellen Halloween Aktionen diverse Attraktionen auch in den Abendstunden fahren. Dazu gehörten unter anderem der „Wild Eagle“ und der „Trapper Slider“.
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren legte der Park noch mehr Wert auf die Atmosphäre außerhalb der speziellen Horror-Attraktionen. So zählte das Fort Fear Horrorland in diesem Jahr rund 50 Charaktere in den Mazes und zum Street-Enterteinment. Die Darsteller haben zur besseren Vorbereitung bereits im Vorfeld sämtliche Informationen zu ihren Rollen und Sprechpassagen erhalten, sodass sie genügend Zeit zur Vorbereitung hatten. So hat es das Fort Fun Abenteuerland erneut geschafft, die hohen Erwartungen aus den vergangenen Jahren weiter zu übertreffen. Die Stimmung auf den Straßen und in den Attraktionen ist von Jahr zu Jahr stimmiger und packender geworden. Auch die „Puppen“ lieferten einen unglaublich authentischen Job und halfen, das Event zu dem zu machen, was es ist.
Man darf sich auf die kommenden Jahre freuen und auch gespannt sein, wie das Fort Fun Abenteuerland es auch zukünftig schafft, mit den steigenden Besucherzahlen umzugehen und das Event zu erweitern. Fort Fear Horrorland hat sich gemausert, andere Freizeitparks in Deutschland dürfen sich zu Recht in Acht nehmen… denn es muss nicht immer Splatter sein. Danke Fort Fun, äh Fort Fear Horrorland!